Unfall, Stromausfall, Sturm oder Komplikationen in der Schwangerschaft: Eine Hochzeitsversicherung kann euch vor Kosten schützen, die entstehen, wenn eure Feier abgesagt werden muss. Was sind die Vor- und was sind die Nachteile?

Wer eine Hochzeit plant, weiß um die finanzielle Verantwortung. Durchschnittlich 15.000 Euro kostet der schönste Tag im Leben. Doch was, wenn etwas Unvorhergesehenes dazwischenkommt? Diesen Gedanken haben viele Brautpaare im Hinterkopf. Eine plötzliche Krankheit, vielleicht ein Unfall des Trauzeugen oder auch ein simpler Stromausfall am Veranstaltungsort – Gründe, weshalb eine Hochzeit möglicherweise kurzfristig nicht stattfinden kann, gibt es viele. Wäre da vielleicht eine Hochzeitsversicherung eine Option? Diese Versicherung deckt je nach Police Schäden, Anzahlungen oder andere entstandene Kosten ab.

Die Location steht unter Wasser und eure Hochzeit kann nicht stattfinden? Zumindest vor dem finanziellen Schaden kann euch eine Hochzeitsversicherung schützen.

Das sind die Vorteile einer Hochzeitsversicherung

  • Finanzielle Sicherheit: Sollte eure Hochzeit aufgrund unvorhersehbarer Ereignisse wie Krankheit, Unfall oder extremem Wetter abgesagt werden, schützt euch die Versicherung vor den finanziellen Verlusten.
  • Beruhigendes Gefühl: Ihr könnt entspannter planen und den großen Tag genießen, ohne ständig an die „Was-wäre-wenns“ zu denken.

Mögliche Nachteile einer Hochzeitsversicherung

  • Zusätzliche Kosten: Eine Hochzeitsversicherung bedeutet natürlich eine weitere Ausgabe, die ins Budget einfließen muss.
  • Bedingungen und Ausschlüsse: Die Details können kompliziert sein, und es ist wichtig, das Kleingedruckte zu lesen, um sicherzustellen, dass ihr tatsächlich den Schutz bekommt, den ihr benötigt.

Darauf solltet ihr vor Vertragsabschluss achten

Hochzeitsversicherungen sind noch nicht so gang und gäbe wie eine Haftpflicht- oder eine Autoversicherung. Nicht jede Versicherung bietet sie an und auch bei einigen Vergleichsportalen werden sie nicht geführt. Daher solltet ihr ein wenig Zeit für die Suche und die Auswahl einplanen. Tipp: Bei einigen Versicherungsgesellschaften findet ihr dieses Produkt unter Veranstaltungsversicherungen. Achtet bei eurer Auswahl vor allem auf diese Punkte:

Deckungsumfang: Prüft, welche Risiken abgedeckt sind. Dazu gehören in der Regel:

  • Ausfall des Hochzeitstermins
  • Schäden durch extreme Wetterbedingungen
  • Personenschäden oder Krankheit des Brautpaares oder enger Familienmitglieder
  • Schäden an Inventar oder Technik
  • Verlust des Arbeitsplatzes aufgrund unerwarteter betriebsbedingter Kündigung
  • ein Dienstleister , den ihr für die Feier beauftragt habt, geht insolvent oder fällt aus (z.B. Caterer, Fotograf, Friseur…)
  • Veranstaltungsraum kann aufgrund von Schäden nicht genutzt werden
  • Viele Versicherungen zahlen auch, wenn die Braut schwanger ist und die Hochzeitsfeier deshalb nicht möglich oder zumutbar ist.

Übernommen werden meist Kosten unter anderem für die Saalmiete, das Catering, die Blumendekoration des Floristen, für Band bzw. DJ oder auch den Foto- bzw. Videografen.

Die Trauzeugin liegt im Krankenhaus? Dann springt eine Hochzeitsversicherung ein.
Die Trauzeugin liegt im Krankenhaus? Dann springen viele Hochzeitsversicherungen ein.
Auch wenn es in der Schwangerschaft Probleme gibt, zahlen zahlt eine Hochzeitsversicherung oft.
Auch wenn es in der Schwangerschaft Probleme gibt, zahlen viele Versicherungen bei Absage der Hochzeit.

Versicherte Personen: Meist sind das Brautpaar und Trauzeugen versichert – oft auch enge Familienangehörige wie Eltern und Geschwister.

Kosten der Versicherung: Die Prämien variieren je nach Anbieter und Deckungsumfang. Wollt ihr Kosten bis 5.000 Euro absichern, ist das günstiger als eine Hochzeit mit 20.000 Euro. Auch die Zahl der Helfer und der erwarteten Gäste kann eine Rolle beim Preis spielen. Mit all diesen Punkten kann der Preis für eine Hochzeitsversicherung bei 50 Euro liegen – aber auch bei über 900 Euro. Das ist natürlich auf den ersten Blick ein stolzer Preis. Hier müsst ihr euch überlegen, ob es euch das wert ist. Oft hilft es auch, die Preise verschiedener Anbieter zu vergleichen.

Fotos: Pexels / Leah Newhouse, Olly, Mikhail Nilov, pixabay

Autorin: Kirsten Hemmerde

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