Die Hochzeitsrede ist ein wichtiger Teil dieses besonderen Tages. Wer wann über was sprechen sollte und wie ihr die Reden am besten vorbereitet, erfahrt ihr in diesem Beitrag.

Wer hält eine Hochzeitsrede?

Die Hochzeitsrede hat Tradition. Damit eure Feier möglichst kurzweilig und unterhaltsam ist, sollte die Zahl der Redner aber begrenzt werden. Typischerweise halten diese Personen eine Rede:

  • Bräutigam: Er begrüßt die Gäste. Schön ist es, wenn er sie jeweils gruppen- oder tischweise vorstellt. So kann er die Studienfreunde, Arbeitskollegen oder Freunde seiner Frau begrüßen und die anderen Gäste wissen gleich, wie sie die Personen zuordnen können.
  • Brautvater: Der stolze Vater der Braut heißt in seiner Hochzeitsrede den Schwiegersohn in der Familie willkommen. Gerne hören die Gäste auch Details über die Kennenlernzeit des Hochzeitspaares.
  • Trauzeugen: Als Freunde oder Verwandte kennen sie das Brautpaar besonders gut. Daher können Trauzeugen amüsante sowie interessante Insiderinformationen preisgeben und mit Anekdoten die Gäste zum Schmunzeln bringen.

Koordination der Redner

Das ist eine klassische Aufgabe für die Trauzeugen. Sie erkundigen sich schon im Vorfeld der Hochzeit bei den Eltern des Brautpaares, dem Bräutigam und auch weiteren Gästen, wer von ihnen eine Rede halten möchte. Sind es zu viele, kann die Stimmung auf der Hochzeit schnell kippen. Denn nichts langweilt mehr als eine Aneinanderreihung von Rednern. Im Zweifelsfall wählen die Trauzeugen die Redner aus und sagen anderen Freiwilligen höflich ab. Diejenigen, die eine Hochzeitsrede halten, werden von den Trauzeugen gebrieft. Sie erhalten Informationen über die Länge der Rede und auch über Inhalte, die absolut tabu sind. So kann sich das Brautpaar auf eine liebevolle und unterhaltsame Zeit freuen.

Aufbau der Hochzeitsrede

Wie bei der Zahl der Redner gibt auch beim Aufbau der Hochzeitsrede: Weniger ist mehr. Dafür ist eine gute Vorbereitung aber alles! Nimm dir daher Zeit und Ruhe, um deinen Text vorzubereiten und ihn durchzugehen. Idealerweise gliederst du deine Rede in diese vier Teile:

  1. Begrüßung: Heiße das Brautpaar, die Eltern und Gäste mit einer knappen Anrede willkommen. Bist du nicht allen Gästen bekannt, dann stelle dich kurz vor.
  2. Einleitung: Mit diesem Start leitest du deine Rede ein. Was wird das Thema sein? Beginnst du mit einer Anekdote aus dem Leben des Brautpaares oder einem bekannten Filmzitat, machst du klar, wohin die Reise in deiner Rede gehen wirst ziehst du so die Aufmerksamkeit der Gäste auf dich.
  3. Hauptteil: Hier widmest du dich ganz dem Brautpaar. Als Trauzeuge kannst du erläutern, warum die beiden so gut zueinander passen. Vielleicht kennst du Hobbies, die die beiden verbinden und von denen viele Gäste noch nichts wissen? Als Bräutigam sorgst du für Begeisterung, wenn du erzählst, wie und warum du auf deine Frau aufmerskam geworden bist.
  4. Schluss: Hier eignet sich ein kurzes Fazit. Gern gehört werden auch deine Wünsche für die Zukunft des Brautpaares.

Unser Tipp: Üben

Die wenigsten von uns sind geborene Redner. Spreche daher deine Rede vorher mehrmals durch. So wirst du sicherer und merkst auch, wo es vielleicht noch etwas holprig klingt. Hier veränderst du den Text dann am besten. Hole dir am besten einen guten Zuhörer als Unterstützung. Denn ob Schmunzler, Witze oder Anekdoten: Der Grad zwischen humorvoll und peinlich kann schmal sein. Auch hier hilft ehrliches Feedback einer lieben Person.

Foto: Pexels / Vladimir Konoplev

Autorin: Kirsten Hemmerde


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